Pressemeldung IOI 2007

Bei der 19. Internationalen Informatikolympiade belegte Daniel Grunwald aus Schellerten bei Hildesheim Platz 22 unter 285 Teilnehmern aus 77 Nationen. Dieser weltweit wichtigste Schülerwettbewerb für Nachwuchsinformatiker wurde in diesem Jahr in der kroatischen Hauptstadt Zagreb ausgetragen und endete heute mit der Siegerehrung. Dort wurde Daniel Grunwald für seine Leistung mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

 

Für Daniel Grunwald endete damit ein äußerst erfolgreiches Jahr. Bei der im April in Deutschland ausgetragenen Informatikolympiade der Ostseeländer (BOI) hatte er Silber gewonnen. Im Juli wurde er bei der Informatikolympiade der zentraleuropäischen Länder (CEOI) sogar Gesamtsieger. Auch in Kroatien konnte er mit einer herausragenden Leistung und überzeugen.

 

Eine Woche lang dauerte die Weltmeisterschaft der Junginformatiker. In der Zagreber Messe waren über 16 km Kabel verlegt worden, um die Computer der Teilnehmer zu vernetzen. An zwei Tagen mussten die Schülerinnen und Schüler jeweils in fünf Stunden drei zum Teil extrem knifflige Probleme lösen. Doch nicht nur Lösungen, sondern auch deren Umsetzung in fehlerfreie Programme waren gefragt, so dass die Gewinner nicht nur als Theoretiker, sondern auch als Programmierer glänzen konnten.

 

Bester Nachwuchsinformatiker der Welt wurde in diesem Jahr Tomasz Kulczynski aus Polen, bei der CEOI noch hinter Daniel Grunwald platziert. Die polnische Delegation stellte damit zum zweiten Mal hintereinander den Gesamtsieger einer IOI. Die beste Delegation kam aus China; alle vier chinesischen Teilnehmer konnten Goldmedaillen erringen. Weitere Mitglieder des deutschen Teams waren Martin Maas aus Lieskau bei Halle (der nur um 4 Punkte eine Bronzemedaille verpasste und die zweite Hälfte des Teilnehmerfeldes anführte), Ludwig Schmidt aus Vilshofen und Benito van der Zander aus Düsseldorf. Sie hatten bei BOI und CEOI alle Medaillen gewonnen und mit hervorragenden Leistungen geglänzt, an die sie in Kroatien insbesondere am ersten Wettbewerbstag leider nicht anknüpfen konnten.

 

"Um die guten Leistungen zu stabilisieren und ganz vorne zu landen, braucht es weitere Trainingsmaßnahmen unmittelbar vor dem Wettbewerb; hier können wir von den herausragenden Ländern wie China und Polen lernen.", so Dr. Wolfgang Pohl, Geschäftsführer des Bundeswettbewerbs Informatik und für die Auswahl und Training des deutschen IOI-Teams verantwortlich. "Ganz besonders müssen aber Wege gefunden werden, noch mehr und jüngere Schüler an Informatik und Informatikwettbewerbe heranzuführen. Hierzu wird Deutschland in diesem Jahr voll in den 'International Beaver Contest' einsteigen, an dem Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse teilnehmen können. Beim ersten Durchlauf im Informatikjahr waren schon über 2000 Teilnehmende dabei; dieses Jahr sollen es deutlich mehr werden."

 

Im nächsten Jahr wird die IOI in Ägypten stattfinden. Ludwig Schmidt und Benito van der Zander können sich dafür erneut qualifizieren. Weitere Kandidaten werden bei der Endrunde des 25. Bundeswettbewerbs Informatik ermittelt. Diese wird vom 25.-28. September von der SAP AG am Konzernsitz in Walldorf ausgerichtet.

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