Pressemeldung CEOI 2007

Herausragende Erfolge erzielten die Mitglieder des deutschen Teams bei der 14. Zentraleuropäischen Informatikolympiade (CEOI), einer Art Europameisterschaft für junge Informatik-Talente. Daniel Grunwald aus Schellerten bei Hildesheim zeigte die beste Leistung, gewann als zweiter Deutscher diesen Wettbewerb und wurde bei der heutigen Siegerehrung als Gesamtsieger ausgezeichnet. Auch die weiteren Team-Mitglieder waren erfolgreich: Ludwig Schmidt aus Vilshofen, Martin Maas aus Lieskau bei Halle und Benito von der Zander aus Düsseldorf gewannen je eine Silbermedaille. Die deutschen Schüler belegten damit die Plätze 1, 4, 6 und 7 unter 28 Teilnehmern und waren damit auch das erfolgreichste Team.

 

Die Informatik-Fakultät der Masaryk-Universität im tschechischen Brünn war vom 1.-7. Juli Austragungsort der CEOI 2007. Sieben mitteleuropäische Länder nehmen jedes Jahr mit ihren vier besten Nachwuchs-Informatikern daran teil. Dank dieser überschaubaren Größe steht nicht nur der Leistungswettbewerb, sondern auch das Knüpfen persönlicher Kontakte zwischen den Schülern im Vordergrund. Dennoch kann die CEOI beinahe als Europameisterschaft gelten, denn von den in Europa bei Informatikolympiaden traditionell erfolgreichen Ländern fehlten nur Bulgarien und Russland. Gegen die starke Konkurrenz konnte sich Daniel Grunwald aber behaupten und erreichte mit seinen Lösungen von insgesamt sechs anspruchsvollen Programmieraufgaben 475 von 600 möglichen Punkten.

 

Dass die deutschen Informatik-Olympioniken in diesem Jahr besonders stark sind, hatten sie schon Ende April bei der Olympiade der Ostseeländer BOI 2007 gezeigt. Dort hatten alle Mitglieder des CEOI-Teams auch schon Medaillen gewonnen. Auch dort hatte die damals sechsköpfige Delegation den Gesamtsieger gestellt: Julian Fischer aus Coburg. Doch der konnte sich im weiteren Verlauf des Jahres nicht für das kleinere CEOI-Team qualifizieren; dies beweist die in diesem Jahr besonders hohe Leistungsdichte.

 

Daniel Grunwald war ursprünglich bei Jugend forscht, die anderen deutschen Starter beim Bundeswettbewerb Informatik erfolgreich gewesen. In zwei Lehrgängen hatten sie sich für die Teilnahme an den internationalen Informatikolympiaden dieses Jahres qualifiziert. Den nächsten Herausforderungen stellen sich die deutschen Nachwuchsprogrammierer bei der 19. Internationalen Informatikolympiade (IOI) 2007, die im August in der kroatischen Hauptstadt Zagreb stattfinden wird. Dort wird das gleiche Team wie bei der CEOI an den Start gehen. "Insgesamt wird es in Zagreb einfacher sein, Medaillen zu gewinnen; bei den Spitzenplätzen ist die Luft insbesondere wegen der starken Asiaten aber dünner", schätzt Dr. Wolfgang Pohl die Chancen bei der IOI ein. Als Geschäftsführer des Bundeswettbewerbs Informatik ist er auch für Vorbereitung und Auswahl deutscher OI-Teams zuständig, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Im nächsten Jahr wird es dabei nicht bleiben; dann wird er zusätzlich für die Ausrichtung der 15. CEOI in Dresden verantwortlich sein.

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