Bestenehrung: Auszeichnung für BwInfler und Biber-Sieger

27.02.2017

BWINF-Geschäftsführer Wolfgang Pohl (l.) ehrte erfolgreiche BwInfler aus aus der Metropolregion Rhein-Neckar: Kai Bartnick, Saner Tigrak, Holger Hujjon, Benjamin Karl (v.l.n.r.).

Es war ein neuer Rekord: 290.808 Jugendliche aus 1.749 Schulen nahmen am Informatik-Biber 2016 teil. Unter den Preisträgern sind knapp 170 Schülerinnen und Schüler aus der Metropolregion Rhein-Neckar. Sie wurden gemeinsam mit vier erfolgreichen Teilnehmern des Bundeswettbewerbs Informatik (BwInf) von der Hopp-Foundation und dem Software-Konzern SAP in einer Feierstunde ausgezeichnet.

 

Urkunden und Sachpreise
Die jungen Informatik-Talente erhielten neben einer Urkunde noch Sachpreise, darunter u.a. eine Powerbank und Schreibmaterial. Die Preisträger, die für die Teilnahme am Informatik-Biber und am Bundeswettbewerb Informatik (BwInf) geehrt wurden, bekamen zudem einen USB-Stick.

Sympathische Computertechnologie 
Die Moderation übernahm Hörfunkjournalist Mike Diehl. Gemeinsam mit Hopp-Foundation-Stipendiaten begrüßte der Stadionsprecher des TSG 1899 Hoffenheim einen Überraschungsgast der besonderen Art auf die Bühne. Schüchtern lugte ein leuchtendes Augenpaar um die Ecke in den Zuschauerraum. Zaghaft betrat Nao die Bühne. Der 58 Zentimeter große, weiß-blaue Roboter sorgte für großes Erstaunen. Dabei täuschte die sympathische und tapsige Erscheinung zunächst über die komplexe Computertechnologie, die in dem Roboter steckt hinweg.

Computer als Bestandteil des Unterrichts

2006 vom französischen Roboterhersteller Aldebran entwickelt wird der kleine, humanoide Roboter in Zukunft den Fachbereich Informatik am Privatgymnasium Schwetzingen unterstützen. Mittels Programmsprachen wie C++, Java oder Python können dem Roboter bestimmte Bewegungs- und Handlungsabläufe beigebracht werden. Sensoren an Kopf, Händen, Füßen sowie eine integrierte HD-Kamera und Sprachsteuerung unterstützen die Verarbeitung von eingehenden Informationen. Dass sich in Nao zudem ein kleiner Rechenkünstler sowie ein ausgewachsener Fußballfan verbirgt, bewies er am Ende mittels kniffliger Denksportaufgabe und einem überzeugenden Jubel à la Paul Pogba (bekannter französischer Fußballer).

Informatik, mehr als Programmieren

Schüler Benjamin Karl und Nick Pfadt vom Eduard-Spranger-Gymnasium in Landau, stellten im Laufe des Programms ihr Informatikprojekt „Rasp-Homebrige“ vor. Die eigens entwickelte Konstruktion ermöglicht es, jegliche Elektrogeräte eines Haushaltes über die System-App Apple HomeKit ansteuern zu können. Sie verdeutlichten, wie viel Spaß digitales Tüfteln machen kann. Spaß wie dieser, sei schließlich die Quintessenz, die durch eine Teilnahme an den bundesweiten Informatikwettbewerben vermittelt werden soll, so Wolfgang Pohl, Geschäftsführer der Bundesweiten Informatikwettbwerbe (BWINF).

Ehrung für BwInfler

Vier der Schüler, die in die SAP-Zentrale nach Walldorf gekommen waren, wurden für ihre erfolgreiche Teilnahme am Bundeswettbewerb Informatik geehrt. Dieser regt – auf einem höheren Niveau als der „Biber“ – zu intensiver Beschäftigung mit Inhalten und Methoden der Informatik an. Dr. Wolfgang Pohl gratulierte den ausgezeichneten Schulen und Einzelpreisträgern persönlich und betonte: „Informatik heißt zuerst einmal nachdenken, um ein Problem zu erkennen und zu lösen. Das Programmieren steht dann an letzter Stelle.“

Weitermachen? Jetzt erst recht!

Für die geehrten Schulteams der Jahrgangsstufen neun bis dreizehn und die Einzelpreisträger war die Bestenehrung daher weit mehr als eine unterhaltsame Feierstunde, sondern, wie ein Teilnehmer betonte vor allem „eine Motivation zum Weitermachen!“


Von der Kultusministerkonferenz empfohlene Schülerwettbewerbe

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